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Klassifizierung von Prüfgewichten

Minimale Genauigkeitsklasse von Gewichtstücken

Die Genauigkeitsklasse für Gewichtstücke, die als Normale für die Eichung von Gewichtstücken oder Waagen verwendet werden, muss den Anforderungen der entsprechenden OIML-Empfehlungen entsprechen.

Die OIML R 111-1:2004 ist eine anerkannte technische Regel und wurde 2004 von der Internationalen Konferenz für Gesetzliches Messwesen angenommen. Gewichtstücke werden darüber hinaus zur Rückführung anderer physikalischer Maßeinheiten und ebenso im gesetzlich nicht geregelten Messwesen verwendet. Die OIML R 111:1994 wurde durch die DIN 8127:2007-11 ersetzt.

Die OIML-Genauigkeitsklassen der Gewichtstücke definieren sich wie folgt:

Klasse E1 - Massenormale: Prüf-, Eichgewichte für Kalibrierung und Qualitätssicherung von Waagen mit einer Schrittzahl > 1 000 000

Gewichtstücke zur Sicherung der Rückführbarkeit zwischen den nationalen Massenormalen (deren Werte vom Internationalen Kilogramm-Prototyp abgeleitetet werden) und den

Gewichtstücken der Klasse E2 und niedriger.Den Gewichtstücken oder Gewichtsätzen der Klasse E1 ist immer ein Kalibrierschein beizufügen.

Klasse E2 - Normalgewichte: Prüf-, Eichgewichte für Kalibrierung von Feinwaagen (Genauigkeitsklasse I) mit einer Schrittzahl < 1 000 000

Gewichtstücke für die Eichung oder Kalibrierung von Gewichtstücken der Klasse F1.

Den Gewichtstücken oder Gewichtsätzen der Klasse E2 ist ein Kalibrierschein beizufügen. Sie können als Gewichtstücke der Klasse E1 verwendet werden, wenn sie

die Anforderungen über Oberflächenrauheit, die magnetische Suszeptibilität sowie Magnetisierung für Gewichtstücke der Klasse E1 erfüllen, und diese Daten in dem Kalibrierschein angegeben sind.

Klasse F1 - Feingewichte: Justier-, Prüf-, Kalibrierinstrument für Handelswaagen (Genauigkeitsklasse I und II) mit einer Schrittzahl < 300 000

Gewichtstücke für die Eichung oder Kalibrierung von Gewichtstücken der Klasse F2.

Klasse F2 - Feingewichte: Justier-, Prüf-, Kalibrierinstrument für Handelswaagen (Genauigkeitsklasse II) mit einer Schrittzahl < 100 000

Gewichtstücke für die Eichung oder Kalibrierung von Gewichtstücken der Klasse M1 und der möglichen Klasse M2.

Außerdem für die Verwendung bei bedeutenden Handelsgeschäften (z. B. Edelmetalle und Edelsteine) mit Waagen der Genauigkeitsklasse II.

Klasse M1 - Präzisionsgewichte: Eichgewichte als Kalibrierinstrument für Handelswaagen (Genauigkeitsklasse III) mit einer Schrittzahl < 30 000

Gewichtstücke zur Eichung oder Kalibrierung von Gewichtstücken der Klasse M2, sowie Gewichtstücke zur Verwendung mit Waagen der Genauigkeitsklasse III.

Klasse M2 - Präzisionsgewichte: Prüfgewichte für Prüfung von für Handelswaagen (Klasse III) mit einer Schrittzahl < 10 000

Gewichtstücke zur Eichung oder Kalibrierung von Gewichtstücken der Klasse M3 sowie Gewichtstücke zur Verwendung mit Waagen der Genauigkeitsklasse III bei allgemeinen

Handelsgeschäften.

Klasse M3 - Handelsgewichte: Handelsgewichte als Prüfinstrument für Handelswaagen (Genauigkeitsklasse III und IIII) mit einer Schrittzahl < 3 000

Fehlergrenzen bei Gewichten – Fehlergrenzenklassen:

Die Fehlergrenze eines Gewichtes entspricht der zulässigen Toleranz, also der größten, zulässigen Abweichung vom Nennwert nach Plus und Minus.

Die Fehlergrenzenklassen bei Gewichten sind streng hierarchisch gestuft und in der OIML definiert.

Was genau ist ein „Gewichtssatz“?

Bei einem Gewichtssatz, also einem Satz von Gewichtstücken, handelt es sich um eine Zusammenstellung einer Gruppe oder Reihe von Gewichtsstücken der gleichen Genauigkeitsklasse, die ähnliche messtechnische Eigenschaften haben. Diese sind jeweils in einer Box, einem Koffer oder Kasten angeordnet untergebracht. Mit dem Gewichtssatz ist es möglich, alle Lasten ab dem Gewicht des Gewichtsstücks mit diesem kleinsten Nennwert, bis zur Summe aller im Behälter befindlichen Gewichte zu wägen. Das Gewichtsstück mit dem kleinsten Nennwert gibt dabei die Stufung der Gewichte vor. 

Fehlergrenzen bei Gewichten

Die Fehlergrenzklassen im Überblick

Die Fehlergrenze eines Gewichtes entspricht der zulässigen Toleranz. Damit ist die größte zulässige Abweichung vom Nennwert nach Plus und Minus gemeint. Die hierarchische Stufung der Fehlergrenzenklassen bei Gewichten im Verhältnis von 1:3 ist in der OIML*-Richtlinie R 111 festgelegt. Basierend auf diesem System ergibt sich, dass E1 als die exakteste und M3 die Gewichtsklasse mit der höchsten Messunsicherheit definiert ist.

* Die in Tabelle für die Gewichtstücke verwendeten Nennwertbezeichnungen beziehen sich auf das kleinste und größte in einer Klasse nach R 111 zulässige Gewicht, und die Fehlergrenzen und Bezeichnungen dürfen nicht auf höhere oder niedrigere Werte extrapoliert werden. So ist zum Beispiel der kleinste Nennwert für ein Gewichtstück in Klasse M2 100 mg, während der größte 5 000 kg ist. Ein 50 mg Gewichtstück würde nicht als ein Gewichtstück der Klasse M2 nach R 111 akzeptiert werden, sondern müsste vielmehr die Fehlergrenzen und anderen Anforderungen (z. B.: Form oder Kennzeichnungen) der Klasse M1 erfüllen. Anderenfalls steht das Gewichtstück nicht in Übereinstimmung mit R 111.